Zwischen Rebbergen und Siedlung: Behandlung der Ränder
Informationen
Behandlung der Ränder, insbesondere mit der Siedlung, im Rahmen des Projekts zur Landumlegung der Rebberge der Gemeinde Savièse – Diagnose und Massnahmen
Wo
Gemeinde Savièse
Wer
Gemeinde Savièse, Haute école du paysage, d’ingénierie et d’architecture (HEPIA), AZUR Roux et Rudaz sàrl, Dienststelle für Raumentwicklung (DRE), Dienststelle für Wald, Natur und Landschaft (DWNL), Dienststelle für Landwirtschaft (DLW)
Wann
2024
Beschreib
Dieses in Savièse realisierte und vom Kanton Wallis unterstützte Modellvorhaben Landschaft (MVL) ist eine vertiefende Studie über die Ränder zwischen bebauten Seidlungsflächen und Rebbergen. Es hat aufgezeigt, welche Aspekte zu berücksichtigen sind, um ihre landschaftliche Aufwertung zu gewährleisten und Nutzungskonflikte zu vermeiden. Im Rahmen des kantonalen Landschaftskonzepts konnten die verschiedenen Rändertypologien in der Gemeinde identifiziert und ein Katalog mit Sensibilisierungs- und Kommunikationsinstrumenten zu diesem Thema vorgeschlagen werden.
Diese Studie ist eine Umsetzungshilfe für die lokale Planung und Gestaltung für Gemeinden, Fachleute und Einwohnerinnen und Einwohner.
Die Diagnose und der Massnahmenkatalog für eine hochwertige landschaftliche Gestaltung der Ränder zwischen Rebbergen und bebauten Seidlungsflächen sind unter folgendem Link zu finden:
Modellvorhaben Landschaft | Behandlung der Ränder zwischen Rebberlandschaft und bebauter Landschaft
In Bildern
Was ist ein Rand?
Der „Rand“ ist ein Ort des Kontakts und des Übergangs zwischen Landschaften, die sich ständig verändern. Er ist ein oft wenig definiertes „Dazwischen“ und spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Übergängen, hauptsächlich zwischen bebautem Raum und offenen Flächen. Die Ränder stellen nicht nur starke und unverwechselbare Landschaftselemente dar, indem sie den Kontakt- und Übergangsraum zwischen Siedlungs- und Rebberggebieten klar abgrenzen, sondern bieten auch zahlreiche Vorteile sowohl für den Menschen als auch für die Tier- und Pflanzenwelt.
Sie strukturieren die Landschaft und erzeugen Panoramablicke, indem sie Öffnungen zur umgebenden Landschaft schaffen. Diese Räume unterstützen auch die lokale Biodiversität (Zufluchtsort, Nahrungsressourcen, …). Die Entfaltung der Waldränder kann auch eine Gelegenheit sein, das Langsamverkehrsnetz im Gebiet zu verbessern und zu begleiten und so Möglichkeiten für Spaziergänge, die Entdeckung der Natur und der Landschaft zu bieten.
Die Verwaltung der Randgebiete hat zum Ziel, das Zusammenleben zwischen den verschiedenen Raumtypen zu beruhigen und einen Pufferraum der Ruhe zu erhalten, der für die ökologischen und landschaftlichen Kontinuitäten günstig ist. So entspricht die qualitative Behandlung eines Randgebiets landschaftlichen, ökologischen und sozialen Herausforderungen. Die Multifunktionalität der Randstreifen (Zugänglichkeit, Begehbarkeit, Erholung, Ästhetik, Ökologie, …) öffnet die Palette der Möglichkeiten zur Aufwertung von Übergangslandschaften. Die Randgebiete sind also vollwertige Orte, die vielfältige landschaftliche Leistungen bieten und dauerhafte Lösungen für die Herausforderungen des Klimawandels bereitstellen.













