
Energielandschaften
Besondere eigenschaften
Die Energielandschaften sind geprägt von Anlagen zur Energieerzeugung und -übertragung, wie Wasser- und Windkraftanlagen, Photovoltaikanlagen und Stromleitungen und -masten. Waren sie früher in den Alpen als Symbole des Fortschritts willkommen, so wird heute in der Planung dieser Anlagen die Reduzierung der Einwirkungen und die Rücksicht auf das Landschaftsbild vorausgesetzt.
En images
Unterscheidungsmerkmale
Die Energielandschaften …
- umfassen die Infrastrukturen zur Energieerzeugung und -übertragung, wie Wasserkraftanlagen, Windkraftanlagen, Photovoltaikanlagen und Stromleitungen und -masten
- finden sich in allen Höhenlagen der Walliser Landschaft und heben sich von ihrer Umgebung stark ab
- sind charakteristisch für die unterschiedlichen Energiegewinnungsmethoden und haben sich im Laufe der Zeit stark entwickelt
- sind das Ergebnis eines Gleichgewichts zwischen Energiebedarf, technischen Anforderungen (Zugänglichkeit, Bauwerke), natürlichen und geomorphologischen Verhältnissen und Umweltschutzgrundsätzen
Herausforderungen
Die Energielandschaften sind beeinträchtigt durch:
- den wachsenden Bedarf an Strom, insbesondere aufgrund dem Ziel, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, der eine zusätzliche Produktionskapazitäten lokaler und erneuerbarer Energie erfordert
- den Bau einer wachsenden Anzahl von Energiegewinnungs- und -transportanlagen, auch innerhalb der grossen natürlichen und kulturellen Landschaften, die unter Schutz stehen
- die Erstellung von Zufahrtsstrassen und Nebenbauten (Tunnel, Gebäude, Parkplätze) im Zusammenhang mit der Einrichtung der Baustellen
- die von gewissen Technologien erzeugten Lärmemissionen, nichtionisierende Strahlung und visuellen Auswirkungen in natürlichen Lebensräumen
- eine nicht systematische Berücksichtigung der architektonischen Qualität, der landschaftlichen Integration und der angrenzenden öffentlichen Räume bei der Konzipierung der Infrastrukturen
- die Tatsache, dass gewisse Technologien und Infrastrukturen überholt sind und ihr Rückbau übernommen werden muss

Die hier vorgestellten Karten (Stand 2022) sollen die grossen Landschaftseinheiten des Kantons darstellen. Sie zeigen Landschaften, die mehreren Tälern oder Regionen des Kantons gemeinsam sind. Ihr Ziel ist es auch, den Dialog und den Erfahrungsaustausch zu fördern, wenn es um vergleichbare Probleme geht! Die Modellvorhaben, die die Website in Zukunft bereichern werden, werden diese Interaktionen ebenfalls fördern.
Ziele
Die Energielandschaften müssen aufgewertet werden mit ...
der Suche nach Gestaltungsvarianten, mit welchen die grossen landschaftlichen Kontinuitäten geschont oder sogar gestärkt werden können
indem der Standort neuer Bauten sorgfältig ausgewählt wird und der Architektur der Haupt- und Nebengebäude besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird
der Sanierung, dem Ersatz oder der Neuausstattung («repowering») von Energiegewinnungs- und -transportanlagen, gegebenenfalls auch ihrem Rückbau, auf der Grundlage technischer Gutachten über ihren Zustand, Wert und Nutzen
der Aufwertung alter Infrastrukturen, die von einer vergangenen Epoche zeugen oder bei der Schaffung neuer Landschaften umgenutzt werden, wie beispielsweise die Belle Usine in Fully
der Förderung der Energiewende mittels Technologielösungen, die die Entwicklung erneuerbarer Energien und Energieeinsparungen fördern und gleichzeitig deren Auswirkung auf die Landschaft und ihre Leistung berücksichtigen


















