
Mobilitätslandschaften
Besondere eigenschaften
Als Mobilitätslandschaften werden Gebiete bezeichnet, welche von der Präsenz von Mobilitätsinfrastrukturen geprägt sind. Es kann sich um Strassen, Tunnels, Brücken, Eisenbahnlinien, Bahnhöfe, Flughäfen, Hafen- und Seilbahnanlagen handeln, aber auch um Verkehrswege des Langsamverkehrs im Alltag oder in der Freizeit. Die Streckenführungen sind stark von der Topographie geprägt, was zahlreiche Zwangsübergänge oder lange Parallelitäten zwischen den Verkehrsmitteln bedingt.
In Bildern
Unterscheidungsmerkmale
Die Mobilitätslandschaften …
- sind durchquert von Mobilitätsinfrastrukturen, wie Wegen, Strassen, Tunnels, Brücken, Hängebrücken, Eisenbahnstrecken, Verkehrsschnittstellen, Güterbahnhöfen, Flughäfen, Anlegestellen und Kabelbahnverbindungen
- sind in allen Höhenlagen der Walliser Landschaft vorhanden, in der Talebene, an den Talflanken, in den Seitentälern und im Berggebiet
- sind das Ergebnis einer Interessenabwägung zwischen technischen Anforderungen (Zugänglichkeit, Bauwerke), natürlichen und geomorphologischen Verhältnissen und Umweltschutzgrundsätzen
- sind Zeugen eines spezifischen Know-hows, verbunden insbesondere mit der gegebenen Topographie

Die hier vorgestellten Karten (Stand 2022) sollen die grossen Landschaftseinheiten des Kantons darstellen. Sie zeigen Landschaften, die mehreren Tälern oder Regionen des Kantons gemeinsam sind. Ihr Ziel ist es auch, den Dialog und den Erfahrungsaustausch zu fördern, wenn es um vergleichbare Probleme geht! Die Modellvorhaben, die die Website in Zukunft bereichern werden, werden diese Interaktionen ebenfalls fördern.
Herausforderungen
Die Mobilitätslandschaften sind beeinträchtigt durch …
- das steigende Mobilitätsbedürfnis und die Vervielfachung von Transportinfrastrukturen
- die sich daraus ergebende Fragmentierung, die visuell insbesondere aufgrund der Walliser Topographie sehr stark in Erscheinung tritt, und die sich auch auf die natürlichen Lebensräume stark auswirkt
- die Vervielfachung von Schutzbauten gegen Naturgefahren, um die Verkehrsinfrastrukturen zu schützen
- Lärm- und Lichtimmissionen, Luftverschmutzung und Bodenverbrauch, die mit diesen Infrastrukturen einher gehen, namentlich auch innerhalb von geschützten Landschaften
- den nicht immer hoch gehaltenen Anspruch an die Qualität der Architektur, an die landschaftliche Integration und die angrenzenden öffentlichen Räume bei der Konzipierung von Ingenieurbauten
Ziele
Die Mobilitätslandschaften können aufgewertet werden mit ...
einer sorgfältigen landschaftlichen Integration bei der Ausführung, dem Ersatz oder dem Rückbau von Infrastrukturen, einschliesslich der multimodalen Schnittstellen und der Kabelbahnverbindungen
der Reduktion der Auswirkungen der Infrastrukturen auf die Lebensräume, die biologischen Verbindungen und die Wildtierkorridore (Fragmentierung)
der Entwicklung von durchgehenden Wegen des Langsamverkehrs entlang der Rhone und ihrer Nebenflüsse, die in die Landschaft eingepasst sind und die natürlichen Lebensräume schonen
der Sanierung, Restaurierung oder dem Rückbau von Infrastrukturen aufgrund klarer Analysen ihres Zustandes, Wertes und Nutzens
der Aufwertung von alten Verkehrswegen im Rhonetal oder entlang der Seitentäler als Wege des Langsamverkehrs




























