
Übergangs- und Transformationslandschaften
Besondere eigenschaften
Die Übergangs- und Transformationslandschaften zeichnen sich durch einen Zustand des Wandels bzw. der langsamen oder schnellen Veränderung zwischen zwei Landschaften aus. Sie überlagern die anderen Landschaftstypen und zeugen von ihrer Veränderlichkeit, fokussieren jedoch auf einen stärkeren Wandel. Der Übergang ist ein langsamerer Prozess und oft mit der Ausdehnung der bebauten Landschaft auf andere Landschaften verbunden. Die Transformation bezeichnet eine Umwandlung der bebauten Landschaft in sich selbst, innerhalb desselben Gebiets, und ist das Ergebnis eines politischen Willens, einer Planung mit einer kurz- oder mittelfristigen Umsetzung.
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Unterscheidungsmerkmale
Die Übergangs- und Transformationslandschaften …
- entstehen durch die Aufgabe von Bewirtschaftungen, wie der Getreide- oder Rebterrassen, der Beweidung, der traditionellen Bauten der Transhumanz oder nicht rückgebauter touristischer Infrastrukturen
- oder durch die Verlagerung industrieller, landwirtschaftlicher oder kommerzieller Aktivitäten, die Brachflächen für eine neue Nutzung hinterlassen haben
- oder sind Folge eines Naturereignisses, wie eines Bergsturzes, Steinschlags, von Murgängen oder Überschwemmungen
Herausforderungen
Die Übergangs- und Transformationslandschaften sind beeinträchtigt durch …
- die Bodenbelastung
- Schwierigkeiten bei ihrer Wiederinstandstellung, insbesondere in finanzieller Hinsicht
- ihre weitreichenden negativen Auswirkungen auf die benachbarten Landschaften
- die Interessenskonflikte hinsichtlich der künftigen Nutzung hochwertiger Standorte
Ziele
Die Übergangs- und Transformationslandschaften müssen aufgewertet werden ...
... mit einer angepassten Planung, der Einführung qualitativer und multidisziplinärer Prozesse, um ihre Transformation zu begleiten
... indem bei ihrer Planung die grossen benachbarten landschaftlichen Einheiten berücksichtigt werden und neue, für die Biodiversität günstige Lebensräume geschaffen werden
... indem sie sich in das Netz des Langsamverkehrs und dessen landschaftliches Gerüst einfügen
... durch die Möglichkeit, die Rahmenbedingungen in Folge dieser Veränderungen neu zu gestalten















