
Rebberglandschaft, bewirtschaftete Talflankenlandschaft und Alplandschaft
In Bildern
Unterscheidungsmerkmale
Die Rebberglandschaften, die bewirtschafteten Talflankenlandschaften und die Alplandschaften …
- sind aus der Notwendigkeit entstanden, die landwirtschaftlichen Flächen entsprechend den örtlichen Gegebenheiten bestmöglich zu nutzen
- sind geprägt von Bauten aus der Landwirtschaft mit spezifischen Bauformen, zu Weilern gruppiert oder vereinzelt, wie Rebhäuschen, Hütten, Stadel, Speicher und Stallscheunen
- sind Orte traditioneller Strukturen wie die Suonen, Trockensteinmauern, welche die Grundlage für ein reiches und empfindliches Ökosystem bilden
- sind durchquert von natürlichen Strukturen wie etwa Fliessgewässern
- werden für Freizeitaktivitäten benutzt, zu Fuss oder auf dem Velo, insbesondere entlang der Suonen
Herausforderungen
Die Rebberglandschaften, die bewirtschafteten Talflankenlandschaften und Alplandschaften werden beeinträchtigt durch …
- die Aufgabe der Landwirtschaft infolge des Verlusts der wirtschaftlichen Rentabilität
- den Klimawandel, der sämtliche Bereiche der Landwirtschaft stark betrifft
- den Verlust landwirtschaftlicher Flächen durch die Siedlungsentwicklung und Infrastrukturen
- die oft schlecht gehandhabte Grenze zwischen Siedlungsgebiet und landwirtschaftlichen Flächen, was zu Nachbarschaftskonflikten führt
- den Rückgang der Biodiversität insbesondere in Gebieten, die von der Aufgabe der Landwirtschaft bedroht sind
- die Abnahme des Herdenbestandes, was zu einer Unternutzung führt, gefolgt von Verbuschung und unkontrolliertem Waldeinwuchs
Ziele
Die Rebberglandschaften, die bewirtschafteten Talflankenlandschaften und die Alplandschaften müssen aufgewertet werden mit ...
der Erhaltung einer standortgerechten landwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere in landschaftlich sensiblen Gebieten, durch Förderung ihrer Wirtschaftlichkeit
der Erhaltung des Mosaiks aus Steppen, Baumgruppen und Weiden
der Festlegung von Speziallandwirtschaftszonen angrenzend an die Bauzone
der Erhaltung eines ausreichenden und diversifizierten Viehbestands
der Erhaltung von Strukturelementen wie Suonen, Trockensteinmauern, Hecken, Hainen und Einzelbäumen
der Inventarisierung der verschiedenen Agrarlandschaften des Kulturerbes
























