
Geschützte Naturlandschaft
In Bildern
Unterscheidungsmerkmale
Die geschützten Naturlandschaften …
- finden sich in der Ebene und bis ins Hochgebirge
- sind im Wallis mit 18 BLN-Gebieten und 451 Inventarobjekten sehr zahlreich
- unterstehen dem Schutz des Kantons (kNHG), des Bundes (NHG, BLN) oder internationaler Gremien (UNESCO) aufgrund der grossen Bedrohung durch menschliche Aktivitäten
- sind Orte, an denen der Natur freier Lauf gelassen wird, beispielsweise in Primärwäldern
- sind Orte, deren besonderer Wert durch eine massvolle menschliche Aktivität aufrechterhalten wird, zum Beispiel durch das Freihalten offener Flächen
- sind Biodiversitätsreservoirs
- wirken ausgleichend hinsichtlich der Folgen des Klimawandels
- sind als Relikte, die von der Vergangenheit zeugen, wichtig für die Identität (Zugehörigkeitsgefühl) und für den Tourismus
Herausforderungen
Die geschützten Naturlandschaften sind beeinträchtigt durch …
- die Besiedelung und die Verkehrs-, Tourismus-, Freizeit-, Energiegewinnungs- und -transportinfrastrukturen, die Schutzbauten gegen Naturgefahren
- die Fragmentierung (Kanalisation, Kommunikationswege), welche die für die Fortbewegung und die Verbreitung der Arten notwendige Vernetzung behindert
- landwirtschaftliche Praktiken und Infrastrukturen, die teils unangepasst sind, wie die Aufschüttungen auf landwirtschaftlichen Böden und die Aufgabe von Landwirtschaftsflächen (Ausdehnung der Wälder in den Bergen)
- Lichtinstallationen
- die klimatischen Veränderungen, welche zu Verschiebungen im natürlichen Gleichgewicht innert kurzer Zeit führen, beispielsweise mit dem Abschmelzen der Gletscher
Ziele
Die geschützten Naturlandschaften müssen aufgewertet werden mit ...
einer verstärkten Vernetzung zwischen hochwertigen ökologischen Lebensräumen und den wichtigen Wildtierkorridoren, damit eine bessere Anpassung an den Klimawandel möglich wird und gleichzeitig die Biodiversität und die Lebensqualität gefördert werden
der Rücksicht auf geschützte Landschaften und Biotope bei sämtlichen raumwirksamen Aktivitäten
ihrer Wiederherstellung, sofern sie beeinträchtigt wurden
Erhaltung der Kulturlandschaften in den Bergen (kulturelles Erbe, Vielfalt der Kulturen, Freihalten von offenen Räumen)
der nachhaltigen Nutzung der Landwirtschaftsflächen in der Ebene, womit die Verbindung der natürlichen Lebensräume und der Biodiversitätsförderflächen verbessert wird



















