
Natürliche Berglandschaft
In Bildern
Unterscheidungsmerkmale
Die natürlichen Berglandschaften …
- sind hochgelegene Gebiete, wenig besiedelt und mit dichterer Vegetation als die Hochgebirgslandschaften
- weisen am linken Rhoneufer ein sanfteres Relief auf, mit dunklen und feuchten Felsen, während am rechten Rhoneufer das Relief steil, der Fels hell und trocken ist
- weisen eine grosse Artenvielfalt und feuchte Pionierlebensräume auf (Auen oder proglaziale Ränder)
- werden auf dem ganzen Kantonsgebiet mehrheitlich von Bauern und Bäuerinnen gepflegt
- sind geprägt von wenigen alten Bauten, die verstreut und mit der Weidewirtschaft verbunden sind
Herausforderungen
Die natürlichen Berglandschaften sind beeinträchtigt durch …
- den Ausbau der Transport-, Tourismus-, Freizeit-, Energieinfrastruktur und der Schutzbauten gegen Naturgefahren
- die Verbuschung und die Ausdehnung des Waldes
- den Verlust von Vernetzungskorridoren zwischen verschiedenen offenen Flächen
- die klimatischen Veränderungen, welche zu Verschiebungen im natürlichen Gleichgewicht innert kurzer Zeit führen, beispielsweise mit dem Abschmelzen der Gletscher
Ziele
Die natürlichen Berglandschaften müssen aufgewertet werden mit ...
einer verstärkten Vernetzung zwischen hochwertigen ökologischen Lebensräumen und den wichtigen Wildtierkorridoren, damit eine bessere Anpassung an den Klimawandel möglich wird, und gleichzeitig die Biodiversität und die Lebensqualität gefördert werden
Rücksicht auf geschützte Landschaften und Biotope bei sämtlichen raumwirksamen Aktivitäten und mit ihrer Wiederherstellung, sofern sie beeinträchtigt wurden
einer sorgfältigen Planung von touristischen Anlagen und Aktivitäten (Skigebiete, Wege des Freizeitverkehrs) auf Grundlage einer räumlichen Vision für die Region
dem Schutz der Horizonte, Kammlinien und Aussichten bei der Planung von Infrastrukturen
der Erhaltung der Kulturlandschaften in den Bergen (kulturelles Erbe, Vielfalt der Kulturen, Freihalten von offenen Flächen)























